Am 6.–7. Juni 2026, … wurde das Gelände des Lettischen Ethnografischen Freilichtmuseums erneut durch die Eindrücke, Klänge und Traditionen von Lettlands größtem Volkskunst- und Handwerksmarkt zum Leben erweckt. Die Veranstaltung fand statt vom 09:00 bis 17:00 Uhr An beiden Tagen zog die jährliche Messe für Volkskunst und angewandte Kunst Tausende von Besuchern, mehr als 500 Kunsthandwerker, Lebensmittelhersteller, Künstler und Kulturbegeisterte aus dem ganzen Land an.
Seit mehr als fünfzig Jahren ist die Freilichtmuseum-Messe eine der bedeutendsten Kulturveranstaltungen Lettlands. Inmitten historischer Gehöfte am Ufer des Jugla-Sees bietet die Messe eine einzigartige Gelegenheit, traditionelles lettisches Handwerk, Folklore, Musik und Küche in einer authentischen Umgebung zu erleben. Die Veranstaltung ist nicht nur ein Marktplatz, sondern auch eine lebendige Ausstellung des lettischen Kulturerbes.
Die Messe wurde offiziell eröffnet um 09:00, als die Besucher in Scharen durch die Museumstore strömten, um Hunderte von Ständen mit handgefertigter Keramik, gewebten Textilien, Holzkunsthandwerk, Schmuck, traditioneller Kleidung, Naturkosmetik und lokalen Köstlichkeiten zu erkunden. Den ganzen Tag über führten Kunsthandwerker alte Fertigkeiten und Techniken vor, sodass die Besucher die Handwerkskunst hinter den Produkten hautnah miterleben konnten.
Auf dem Kulturprogramm standen Auftritte von Volkstanzensembles, Folkloregruppen und Musikern, die das Museumsgelände mit traditionellen lettischen Liedern und Tänzen erfüllten. Theaterfreunde kamen in den Genuss von Rūdolfs Blaumanis’ “Zagļi” bei 11:00 und 14:00, inszeniert vom Skulte-Laientheater “Vinda”.
Die Besucher hatten zudem die Möglichkeit, an traditionellen Aktivitäten teilzunehmen, darunter Butterherstellung, Strickschulpen stricken, Volksspiele und kulturelle Vorführungen, die Einblicke in den Alltag im historischen Lettland gaben.
Der zweite Tag begann erneut um 09:00, … und hieß die Besucher zu einem weiteren Tag voller kultureller Erlebnisse willkommen. Volksmusiker, Tanzgruppen und Folkloreensembles unterhielten das Publikum auf dem gesamten Museumsgelände, während Familien Workshops, Verkostungen und pädagogische Aktivitäten für alle Altersgruppen genossen.
Ein Höhepunkt des Programms am Sonntag war die Aufführung von “Skroderdienas Silmačos”, eines der beliebtesten Theaterstücke Lettlands, aufgeführt im 11:00 und 14:00 vom Volkstheater Baloži.
Mehr als 530 Handwerker und Hersteller nahmen an der Messe teil und boten den Besuchern eine beeindruckende Auswahl an traditionellen und modernen handgefertigten Produkten. Von Wolldecken und Leinenkleidung bis hin zu Honig, Kräutertees, Brot und Räucherwaren – die Messe würdigte die Vielfalt und Qualität des lettischen Handwerks.
Das Besondere an der Freilichtmuseum-Messe ist ihre Atmosphäre. Über das Einkaufen und die Unterhaltung hinaus dient die Veranstaltung als Treffpunkt, an dem Traditionen bewahrt und zwischen den Generationen weitergegeben werden. Besucher können direkt mit Handwerkern ins Gespräch kommen, alte Techniken kennenlernen und ein tieferes Verständnis für die kulturelle Identität Lettlands gewinnen.
Die historische Kulisse des Museums mit authentischen Gebäuden aus allen Regionen Lettlands bietet den perfekten Rahmen für diese Würdigung des nationalen Erbes. Beim Spaziergang über das Festgelände erlebten die Besucher nicht nur einen Markt, sondern auch eine lebendige Verbindung zu Lettlands Vergangenheit und Gegenwart.
Die Freilichtmuseum-Messe 2026 hat erneut gezeigt, warum sie nach wie vor zu den mit größter Spannung erwarteten Kulturveranstaltungen des Landes zählt. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm, talentierten Kunsthandwerkern, traditionellen Speisen und mitreißenden Darbietungen brachte die Messe erfolgreich Menschen jeden Alters zusammen, um das lebendige Kulturerbe Lettlands zu feiern. Als die Veranstaltung am Sonntagabend um 17:00, … kehrten die Besucher mit unvergesslichen Erlebnissen, handgefertigten Schätzen und einer neuen Wertschätzung für die Traditionen zurück, die die lettische Kultur bis heute prägen.